BI-Teilnahme am 8. LGL-Kongress

Zusammenfassung 8. LGL-Kongress in Bayreuth am 11.10.2019

Norbert Gröschel und Doris Schmidt nahmen am Freitag, 11. Oktober 2019, am 8. LGL-Kongress zum Thema „Perfluorierte Verbindungen“ in Bayreuth teil. https://www.eventclass.org/contxt_oegd2019/online-program/session?s=Umwelt+4

Herr Prof. G. Huber gab bei seinen Vortrag zum Thema „PFC-Schadensfälle in Bayern – Einblicke und Herausforderungen“ einen Überblick über die PFC-Belastungen und setzte seinen Schwerpunkt auf Altlasten, Bodenveränderungen und Verdachtsflächen. Für Belastungen durch Militärflugplätze diente Manching als Beispiel. Sein Fazit: Es gibt vielfältige und teilweise noch offene Fragen und Herausforderungen in Bezug auf Erhebung, Gefährdungsabschätzung und Sanierung für die Schadstoffgruppe PFC. Ein enges interdisziplinäres Zusammenwirken aller Beteiligten mit intensivem Wissens- und Erfahrungsaustausch ist hier fortzusetzen.
Den Vortrag und weitere Informationen finden Sie auf https://www.bestellen.bayern.de/application/applstarter?APPL=eshop&DIR=eshop&ACTIONxSETVAL(artdtl.htm,APGxNODENR:200594,AARTxNR:lfu_all_00153,AARTxNODENR:353133,USERxBODYURL:artdtl.htm,KATALOG:StMUG,AKATxNAME:StMUG,ALLE:x)=X

Der Leiter des Gesundheitsamtes Altötting, Herr Dr. Schuhbeck, gab einen zeitlichen Abriss über die in seinem Amtsbezirk vorhandenen PFC-Belastungen, über Entstehung, Maßnahmen der Behörden, Gefährdung der Bevölkerung, Ergebnisse der Blutuntersuchungen sowie die Entscheidung, die PFC-Werte im Trinkwasser durch Einsatz von Kohlefiltern so zu minimieren, dass keinerlei Gefahr für Mensch und Tier mehr bestehen.
https://www.lra-aoe.de/pfoa

Beim Thema Human-Biomonitoring und gesundheitliche Bedeutung von PFAS (Perfluoroalkyl substances) im Landkreis Altötting ging Herr Prof. W. Völkel in seinem Vortrag näher ein und beschränkte sich bei seinen Ausführungen auf den HBM-I-Wert, da der HBM-II-Wert für PFAS ohne Bedeutung ist. Hier vertrat er die Meinung, dass eine Überschreitung des HBM-I-Wertes zunächst einmal keine konkrete gesundheitliche Gefährdung bedeute. Sein Ratschlag (Zitat): „Bei erhöhten HBM-I-Werten sollten diese beobachtet und kontrolliert werden und nach der Ursache geforscht werden!“

Im letzten Vortrag beschäftigte sich Herr Knapp vom LGL mit Entwicklung und Bedeutung der Trinkwasserbelastung mit PFAS in Bayern und zeigte sich dabei sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Trinkwasserbeprobungen. Mit Ausnahme der Brunnen im Landkreis Altötting sind nach seinen Angaben alle beprobten Brunnen PFAS-frei oder lediglich minimal belastet. Regelmäßige Kontrollen würden auch in Zukunft durchgeführt und die Anzahl der zu untersuchenden Trinkwasserbrunnen erhöht.

Obwohl PFC nicht nur in Bayern, sondern inzwischen weltweit ein großes Problem darstellt, war die Anzahl der Teilnehmer bei diesem Thema sehr überschaubar.
Mit Ausnahme vom Kohlefilter zur Reinigung von Trinkwasser war von weiteren Möglichkeiten zur Reduzierung oder Sanierung von PFC in der Umwelt von den Vortragenden leider nichts zu hören.