Kontinuität, Austausch und klare Ziele

Bei der Jahreshauptversammlung der IG NO PFAS Manching bedankte sich die Vorsitzende Gudrun Lemle herzlich bei den anwesenden Mitgliedern für ihre kontinuierliche Unterstützung. Ebenso würdigte sie das Vorstandsteam für die vertrauensvolle und pragmatische Zusammenarbeit. Lemle unterstrich dabei die Bedeutung von Kontinuität im Einsatz gegen die PFAS-Verschmutzung.

„Wir stehen für eine Sache, die eigentlich selbstverständlich sein sollte – sauberes Wasser. Doch selbstverständlich ist das längst nicht mehr. Bleiben wir also beharrlich und unbequem. Genau das braucht es, um gegen etwas anzukämpfen, das unsichtbar ist, aber weltweit seine giftigen Spuren hinterlässt“, appellierte Lemle an die Mitglieder.

Jahresrückblick: Erfolge, Austausch und konsequentes Nachhaken

Im Jahresrückblick lag ein Schwerpunkt auf der erfolgreichen Grundwasserreinigung. Dieser Schritt sei ein wichtiger Erfolg, dürfe jedoch keinesfalls als Freibrief für Untätigkeit auf anderen belasteten Flächen verstanden werden.

Das Vereinsjahr war geprägt von kontinuierlichem Nachhaken bei Behörden, europaweitem Austausch mit anderen Bürgerinitiativen – inklusive gegenseitiger Unterstützung, der Fortführung und Ergänzung der 2022 in Brüssel eingereichten EU-Petition, regelmäßiger Mitgliederinformation und Teilnahme an Fach-Webinaren.

2025: Hohe mediale Aufmerksamkeit für unser PFAS-Problem

Im Jahr 2025 erhielt die IG NO PFAS Manching große mediale Aufmerksamkeit. Die Initiative kam mehrfach im fünfteiligen NDR-Podcast „Das Gift in dir“ zu Wort. Journalist Johannes Edelhoff (NDR) berichtet dort, dass ein Schreiben von Doris Schmidt und Gudrun Lemle aus dem Jahr 2021 den Anstoß zu seinen Recherchen zu „Das Jahrhundertgift“ gegeben habe. Zudem berichtete ARD Plusminus am 28. Mai 2025 aus Westenhausen und Radio LORA München sendete ein halbstündiges Interview zur Halbzeitbilanz „7 Jahre Gießverbot“. Im Blog PFAS-Dilemma“ von Patricia Klatt erschien ein Beitrag über den Widerstand der IG mit dem Titel Das Jahrhundertgift darf kein Jahrhundertproblem bleiben“. Große Aufmerksamkeit erhielt außerdem der neue Protestsong „PFC im Wasser“, der das PFAS-Problem musikalisch aufgreift.

Finanzen und Vorstand: Entlastung nach einwandfreier Kassenführung

Der Kassenbericht von Martina Pfab wies ein positives Ergebnis aus. Nach dem Bericht der Kassenprüfung durch Michaela Betz, die eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, erfolgte die Entlastung des Vorstands.

Ausblick: Gießverbot, Aushub und weitere Schritte

Es lagen keine Anträge vor. Stattdessen wurden mehrere Fragen diskutiert – unter anderem zur möglichen Aufhebung der Allgemeinverfügung zum sogenannten „Gießverbot“. Diese hängt maßgeblich von den Ergebnissen der Grundwasserreinigung und deren Auswirkungen auf die Messdaten außerhalb der Liegenschaft ab. Der Zeitfaktor bleibt dabei die große Unbekannte. Bei entsprechend positiven Messwerten wäre eine vorzeitige Aufhebung denkbar.

Weitere Themen und Anliegen waren:

  • Verbleib des PFAS-haltigen Aushubs der Irschinger Ach,
  • Wunsch nach einer Informationsveranstaltung mit den Landratsämtern Pfaffenhofen und Eichstätt, Vertretern der ARGE Hochwasserschutz Paar sowie der IG KEIN Flutpolder Großmehring.

Der Vorsitzende des Sportfischereivereins Manching, Markus Kohl, bot seine Zusammenarbeit an. Man habe sich ein Messgerät für das Monitoring angeschafft.

Blick nach vorn: Termine 2026

Zum Abschluss richtete die zweite Vorsitzende Doris Schmidt den Blick auf die anstehenden Termine im Jahr 2026:

  • Fortführung der Petition vor dem Europaparlament
  • Einladung nach Brüssel Anfang März
  • mögliche Aktionen zum achtjährigen Bestehen des Gießverbots im Mai
  • Endbericht zum Variantengutachten

Fazit des Abends:
Die IG NO PFAS Manching wird sich weiterhin vehement für sauberes Wasser, Transparenz und eine umfassende Sanierung einsetzen – damit Westenhausen und Lindach eines Tages wieder für mehr stehen als für Ortsteile mit PFAS-Belastung.

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