Ernsgadener Bürgermeister Karl Huber zum Informationsaustausch bei der BI

Zu unserer letzten Vorstandssitzung am 28.03.2019 durften wir den Bürgermeister unserer Nachbargemeinde Ernsgaden, Herrn Karl Huber, als unmittelbaren Anlieger begrüßen.

Es erfolgte ein längerer Informationsaustausch zur PFC-Thematik, Bagatellregelung für Bodenaushub, Ausweisung von Baugebieten, Forderung einer Zeitschiene zum weiteren Ablauf, Beurteilung der 3 Hotspots, aber auch zum geplanten Flutpolder Großmehring und Staustufenmanagement.

Es freute uns zu hören, dass Ernsgaden und Knodorf bislang von PFC verschont blieben.

Ein weiterer Punkt war die Allgemeinverfügung und die damit verbundenen Konsequenzen, wie z.B. kostbares Trinkwasser zum Gießen zu nutzen, Bodenaushub, etc. Unsere ansässigen Landwirte sind im doppelten Sinne Betroffene, zum einen als Haus- und Grundstückseigentümer, zum anderen könnte PFC für sie zur Existenzgefährdung führen.

Karl Huber sprach sich dafür aus, Entscheidungsprozesse offen und transparent zu erklären und die Bevölkerung bei der Lösung der PFC-Problematik mitzunehmen. Das Thema werde die Gegend noch viele Jahre beschäftigen.

Abschließend kamen wir auch auf die wirkungsvolle Vertretung unserer Interessen und die politische Unterstützung unserer Anliegen zu sprechen. Es bestand Einigkeit darüber, dass die großen Herausforderungen nur durch Solidarität und größtmögliche kommunale und politische Zusammenarbeit lösungsorientiert in Angriff genommen werden können. Davon abgesehen gibt es neben PFC eine Reihe von weiteren Themen, beginnend von der Kinderbetreuung bis hin zur Verkehrssituation, die man mit gemeinsamen Anstrengungen verbessern kann. Durch Kooperation könne man bei der Durchsetzung von Zielen -auch übergeordneten Behörden gegenüber- mehr erreichen. 

Von Seiten der BI wurde klargestellt, dass wir konstruktiv zum Wohle der Bürger mitwirken möchten, um Verbesserungen zu erreichen. Wir wollen entgegenwirken, dass Bürger und Kommunen gegängelt und oftmals wie Bittsteller behandelt werden. Aus den Reihen der Bürgerinitiative ist es durchaus vorstellbar, sich an der ins Auge gefassten Initiative zur Aufstellung einer neuen Kreistagsliste (Arbeitstitel: „Bürgerliste“) personell zu beteiligen.

Am Ende des sehr umfangreichen und positiven Gesprächs war man sich einig, in fortwährendem Dialog zu bleiben.