Wie belastet sind unsere Gewässer – und was muss getan werden, um unser Trinkwasser langfristig zu schützen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich unsere 2. Vorsitzende, Doris Schmidt, bei der Informationsveranstaltung „Sauberes Wasser – was können wir gegen PFAS tun?“ am 15. Juni in München.
Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Jamila Schäfer stand das Thema PFAS („Ewigkeitschemikalien“) und insbesondere TFA (Trifluoressigsäure) im Mittelpunkt des Abends. Karl Bär, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, erläuterte die Entstehung, Verbreitung und die möglichen Folgen dieser langlebigen Chemikalien.
Für die IG ist der Schutz von Wasser und Umwelt ein zentrales Anliegen. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie wichtig aktuelle Informationen und ein gesellschaftlicher Austausch zu diesem Thema sind. Besonders aufmerksam verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen zu den zunehmenden Nachweisen von PFAS und TFA in Böden, Gewässern und im Trinkwasser. Die Europäische Chemikalien Agentur ECHA stufte kürzlich TFA als reproduktionstoxisch, persistent und äußerst mobil ein, was Handlungsbedarf aufzeigt.
Ein wichtiger Punkt des Abends war die neue Trinkwasserverordnung mit strengeren EU-weiten Vorgaben und einer verpflichtenden Überwachung bestimmter PFAS-Werte und welche Dimensionen die Belastung durch diese Stoffgruppe inzwischen erreicht hat.
Karl Bär berichtete zudem über seine parlamentarische Arbeit, PFAS-Anfragen und politische Initiativen. Er plädierte für ein umfassendes PFAS-Gruppenverbot und forderte, dass Ausnahmen nur befristet gelten sollen, bis geeignete Alternativen vorhanden sind.
Unsere 2. Vorsitzende nahm aus der Veranstaltung wichtige Impulse mit: Der Schutz unserer Wasserressourcen bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe – und Themen wie PFAS und TFA müssen weiterhin öffentlich diskutiert und aufmerksam begleitet werden.

