Die PFAS-Sanierung am Flugplatz Manching ist seit Jahren ein Thema. Mit der seit 2025 laufenden Grundwasserreinigung wurde ein wichtiger Schritt eingeleitet. Doch für eine nachhaltige Lösung reicht die Reinigung des Grundwassers allein nicht aus.
Bereits vor Jahren sollte eine Variantenstudie klären, welche Sanierungsmöglichkeiten für die weiteren Kontaminationsflächen bestehen. Diese erste Studie verzögerte sich erheblich und erwies sich letztlich als nicht verwertbar. Deshalb wurde im Dezember 2025 eine zweite Variantenuntersuchung (VU) bei der Bayerischen Staatsbauverwaltung in Auftrag gegeben.
Mehr als acht Monate später ist die VU immer noch nicht ausgeschrieben. Als Ausblick wurde uns mitgeteilt, die Vergabe solle „in Kürze“ erfolgen. Mit dieser vagen Zeitangabe ist weiterhin offen, wann die Variantenuntersuchung tatsächlich ausgeschrieben und beginnen kann – und ob daraus konkrete Sanierungsvarianten und ein belastbarer Zeitplan entstehen. Dabei ist ein Zusammenhang entscheidend: Nach Aussage der Bundeswehr soll durch die Sanierung der kontaminierten Bodenflächen erreicht werden, dass eine weitere Grundwasserreinigung nicht mehr erforderlich ist.
Auch bei der Grundwasserreinigung fehlen Ergebnisse
Für Mitte 2026 waren Ergebnisse samt Bewertung der bisherigen Grundwasserreinigung angekündigt. Auch hier eine unpräzise Zeitangabe, die zulässt, dass diese Ende August immer noch nicht vorliegen. Damit fehlen derzeit wichtige Informationen, um beurteilen zu können, wie wirksam die bisherige Grundwasserreinigung ist und welche Konsequenzen sich daraus für die weitere Sanierung ergeben.
Es braucht jetzt einen verbindlichen Zeitplan
Wir begrüßen, dass die Bundeswehr die Sanierung der PFAS-Kontamination weiterhin als Aufgabe verfolgt. Entscheidend ist jedoch nicht allein, dass Maßnahmen angekündigt oder beauftragt werden, sondern wann sie tatsächlich umgesetzt werden. Nach Jahren der Belastung stellen sich deshalb weiterhin konkrete Fragen:
- Wann wird die Variantenuntersuchung tatsächlich ausgeschrieben und vergeben?
- Wann kann sie durchgeführt werden?
- Wann liegen die Ergebnisse der Grundwasserreinigung vor?
- Welche konkreten Sanierungsmaßnahmen ergeben sich daraus und wann könnten sie beginnen?
Die Betroffenen brauchen Transparenz, nachvollziehbare Zwischenschritte und einen belastbaren Sanierungszeitplan mit präzisen Terminen, die nicht beliebig ausgedehnt werden können.
PFAS verschwinden nicht durch Abwarten. Deshalb bleiben wir beharrlich dran.
Titelgrafik: KI-gestützte Illustration, redaktionell gestaltet von IG NO PFAS Manching

